TRUST-GRUPPE ADVENTSKALENDER 2014 – “WEIHNACHTSMARKT!”

Am 9. Dezember 2014, in Magazine, von Dr. h.c. Manuela Lindl

Die Nacht hatte sich über die Stadt gelegt, alle Straßen waren hell erleuchtet im fahlen Mondlicht unter einer dicken Schneedecke. Kalter Wind zog seine Runden um die Häuser und es waren nur noch wenige Menschen, die sich ihren Weg durch die vom Himmel fallenden Flocken suchten. Nur ein Platz war hell erleuchtet, Menschen tummelten sich dort, mitten in der Stadt. Es war der Weihnachtsmarkt, der die Leute jedes Jahr von Neuem anzog, und niemand ließ es sich entgehen, einmal darüber zu laufen.

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Auch bei dieser Kälte bestaunten die Menschen jeden einzelnen Stand, genossen die herrlichen Düfte, die in der Luft lagen. Mit jedem Moment rückte Weihnachten ein wenig näher in die fast ausgekühlten Herzen. Jener neuer Tag war anstrengend für Herrn Ernik. Seine Arbeit hatte ihn erschöpft und er wollte nur noch einmal kurz Luft schnappen nach der langen Zeit im Büro. Nur schnell über den Weihnachtsmarkt gehen, vielleicht noch ein kleines Geschenk besorgen und eine duftende Bratwurst essen und dazu Glühwein trinken.

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Herr Ernik drängte sich durch die Menge, auf der Suche nach einem interessanten Stand, und bereute schon, hergekommen zu sein. War sein Tag auch ohne diese Menschenmasse betäubend genug gewesen. Der herrliche Geruch führte ihn zum Bratwurststand, wo er sich einreihte und in seinem Portemonnaie nach ein paar Euro kramte. Als Herr Ernik die Münzen gefunden hatte, wurde er von hinten angerempelt. Mit leisem Klimpern fiel das Geldstück zu Boden. Mit einer unfreundlichen Bemerkung kreischte er die junge Frau hinter sich an. Er bückte sich und suchte den nassen Boden ab, bis sein Blick auf den Mann fiel, der unmittelbar vor ihm stand. Der Mann war nicht sehr groß, alt, trug schmutzige, zerrissene Kleider und hielt drei Plastiktüten, in denen sein gesamtes Hab und Gut verstaut war. "Ein obdachloser Mann", kam es Herrn Ernik in den Sinn, nur etwas verwunderte ihn – Der Mann lächelte, nein, er lächelte nicht nur, er strahlte über das ganze Gesicht. Der Alte bückte sich, hob die zwei Euro auf. Er drehte und wendete das Geldstück, als wäre es etwas ganz Besonderes. "Entschuldigung, aber die zwei Euro gehören mir."

Herr Ernik hatte sich gefasst und keine Zeit, sich von einem Obdachlosen aufhalten zu lassen. Der alte Mann machte keine Anstalten, das Geldstück zurückzugeben. Herr Ernik wurde ungeduldig. Es war kalt und er wollte so schnell wie möglich nach Hause. Der Alte hatte keine Eile, es gab nichts, was ihn drängte. "Geben Sie mir jetzt bitte das Geld!" Herr Ernik wurde wütend, der Obdachlose wollte ihn bestimmt provozieren und dafür hatte er jetzt wirklich keine Nerven. Er setzte zum Kampf an – "Finden Sie das lustig, was Sie da machen? Ist das so eine neue Art des Bettelns? Also wirklich; ich möchte jetzt die zwei Euro haben, sie gehören mir, ich habe sie mir ehrlich verdient! Und ich habe nicht so unbegrenzt viel Geld, dass ich es einfach wegschmeißen könnte."

Der Blick des alten Mannes ruhte auf Herrn Ernik, sein Lächeln blieb unverändert. Er setzte zum Sprechen an. "Die Menschen", sagte er, "sind blind geworden, ihre Ohren taub und ihre Münder wurden zu Maschinen." Herr Ernik starrte den Alten an. Er begriff nicht, worauf er hinauswollte. "Ich verstehe nicht, was Sie meinen, wissen Sie, ich habe keine Zeit, mir irgendwelche Storys anzuhören, ich habe Kinder, meine Frau wartet sicher auf mich zu Hause. In dieser chaotischen Weihnachtszeit sind wir sowieso nur im Stress. Ich habe noch keinen Urlaub gehabt. Und Weihnachtsgeschenke auch nicht. Und alles geht drunter und drüber. Jetzt geben Sie mir mein Geld!" Herr Ernik war zufrieden, er hatte seine Meinung gesagt. "Aber", fügte er noch etwas gehässig hinzu, "Sie wissen ja gar nicht, wie das ist. Da kann man nix machen. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Bettlern gerne etwas geben. Wissen Sie warum? Weil sie an ihrem Unglück selbst schuld sind." Der alte Mann schien nicht überrascht, wie Herr Ernik erwartet hatte, ganz im Gegenteil, er strahlte noch breiter als zuvor. "Ich bin um einiges reicher als Sie, da bin ich mir sicher …" Mit einer Handbewegung brachte er Herrn Ernik dazu, nicht zu widersprechen. "Nicht, dass ich mehr Geld hätte. Nein, gewiss nicht, ich habe etwas Kostbareres. Etwas, das viele Menschen nicht würdigen, nicht verstehen." … "Was meinen Sie?", warf Herr Ernik ein. "Unendlich viel ZEIT!" – Sagt der alte Mann.
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TRUST-ADVENTSKALENDER 2014

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